philip sparke - entscheidend ist die musikalische qualität

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Martin Hommer
  • Ausgabe: 1/2006
  • Seite 10-11

Es war in den Ferien in Irland, unmittelbar vor den letzten beiden Jahren im College. Ich war 17 oder 18 Jahre alt und hatte für meine A-Levels Physik, Mathe und technisches Zeichnen belegt. Dann habe ich gewechselt. Ich weiß gar nicht mehr warum. Aber es war gut so. Gut für mich – und ich glaube auch gut für die Architektur!« Sprichts – und lacht schelmisch dabei. Philip Sparke, einer der größten und bekanntesten Komponisten der Brassband- und Blasorchesterszene, ist der Architektur gerade noch von der Schippe gesprungen. Dafür will er in der Bläserszene die Qualität hochhalten.

Eigentlich ist es schon eine sonderbare Idee, in den letzten beiden Schuljahren alle bisher gefassten Pläne vollkommen über den Haufen zu werfen, die Fächer umzubelegen und statt Architektur Musik zu machen. Der Erfolg gibt ihm im Nachhinein Recht: Nach dem Schulabschluss besuchte Philip Sparke das Royal College of Music und studierte Trompete und Klavier. Der Wunsch, Komponist zu werden, sei eigentlich nie wirklich dagewesen, sagt er. Er wollte nur sehen, wie weit er es mit Trompete und Klavier bringen könnte. Der Tag, an dem sein Tonsatzlehrer Philip Cannon, der gleichzeitig auch Dirigent des Collegeblasorchesters war, ihn einfach so fragte, ob er ein Stück für das Ensemble schreiben wolle, sollte eigentlich als Feiertag in die Annalen der Brassband- und Blasorchesterwelt eingehen: Die Antwort des jungen Studenten Sparke lautete »ja«. Das war der Beginn einer komponierenden Leidenschaft.

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