phil Blech Wien - Der Klangtradition verschrieben

  • 17.12.2012
  • Szene
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 1/2013
  • Seite 44-46

Wien! Allein der Klang dieses Städtenamens lässt Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Wien – das ist der Stephansdom, Schloss Schönbrunn, Das Riesenrad im Prater. Wien – das ist auch das Schnitzel, Der Tafelspitz, die Powidltascherln. Wien ist auch der Wiener Klang. Und gerade letzterem haben sich über ein Dutzend Musiker verschrieben. Die Mitglieder von »Phil Blech Wien« spielen entweder selbst bei den Wiener Philharmonikern bzw. der Staatsoper oder wurden von Angehörigen des Orchesters ausgebildet. Sie repräsentieren somit sowohl die philharmonische Blechblas- und Schlagwerktradition als auch den charakteristischen Musizierstil. Jetzt kommt die erste CD.

Wir treffen vier der phil-Blech-Mitglieder in der Lobby eines Münchner Hotels. Hier haben die Wiener Philharmoniker nämlich am Abend ein Gastspiel im Gasteig. Andrís Nelsons wird dirigieren und am Klavier wird sich Hélène Grimaud präsentieren. Also einiger­maßen hochkarätige Besetzung. Wobei natürlich die Wiener Philharmoniker an sich Zugpferd genug wären. Die würden das auch allein schaffen. Oder gar nur das Blech und einige Schlagwerker. Und da sitzen sie also nun, die vier Musiker. Aber ganz ehrlich: In »zivil« könnte man sie glatt übersehen, wenngleich Anton Mittermayr, im Hauptberuf Solopauker im Orchester, mit Glatze und Henriquatre eine imposante Erscheinung darstellt. Mittermayr ist der künstlerische Leiter des Ensembles. Mit von der Partie in der illustren und gut gelaunten Runde ist Mark Gaal, Bassposaunist bei den Wiener Philharmonikern. Bei phil Blech ist er für viele Arrangements zuständig. Benjamin Schmidinger, im Hauptberuf Schlagwerker bei den Philharmonikern, haut im Ensemble auf die Pauke. Ebenfalls Posaune im Ensemble spielt Wolfgang Strasser, »im richtigen Leben« Soloposaunist im ORF Radio-Symphonieorchester Wien sowie Professor an der Uni in Graz.

 

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