paul dunmall - dudelsack-punk als unterwürfiger coltrane-fan

  • 21.09.2011
  • Jazz
  • Hanspeter Künzler
  • Ausgabe: 1/2003
  • Seite 20-21

Der große Aha-Moment kam mit einer Sammlung von frei improvisierten Dudelsackstücken. „Ich wusste, dass sowas eh niemand veröffentlichen würde", schmunzelt Paul Dunmall, "da beschloss ich halt, die CD selber herauszugeben." Zu diesem Zweck startete der weit gereiste Saxofonist und passionierte Musikabenteurer flugs sein eigenes Label, Duns Limited Edition (DLE).

Jetzt, zwei Jahre später, umfasst dessen Katalog bereits zwei Dutzend Alben. Die Vielfalt der Musik ist erstaunlich. Nebst zwei Dudelsackalben finden sich darunter frei improvisierte Zusammenarbeiten, etwa mit dem Pianisten Keith Tippett, dem indischen Mridangam-Virtuosen M. Balachandar oder dem Gitarristen Philip Gibbs. Die beiden CDs "Zap 2" und "Zap 3" gönnen sich den furiosen Spass, mit zwei Drummern aufzutreten. Duette mit dem Bassisten Paul Rogers sind subtile - manchmal auch laute - Reflexionen einer langen Freundschaft. "The State of Moksha" mit Rogers und Gibbs ist sowohl eine musikalische Meditation als auch ein Versuch, den "Drone" aus der indischen Musik zu ergründen.

 

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