Otto M. Schwarz und der Certamen Internacional de Bandas de Música in Valencia

  • 25.11.2016
  • Szene
  • Alexandra Link
  • Ausgabe: 12/2016
  • Seite 52-53

Voll positiver Eindrücke und mit grandiosen musikalischen Erlebnissen ist Otto M. Schwarz, einziger deutschsprachiger Juror beim im Juli stattgefundenen renommierten Wettbewerb »Certamen Internacional de Bandas de MÚsica« in Valencia, zurückgekehrt.

Spanische Partituren mit Besonderheiten

Otto M. Schwarz war schon einige Tage vor dem Wettbewerb nach Valencia geflogen, um in aller Ruhe die Partituren der Pflichtstücke studieren zu können. Besonders bei den drei spanischen Pflichtstücken war dies notwendig, denn die Instrumentation ist sehr breit angelegt. Celli und Kontrabass beispielsweise sind obligatorisch.

Die Einteilung der Partitur ist oft gewöhnungsbedürftig und nicht in der internationalen Norm notiert. Hörner etwa sind über den Trompeten, Schlagzeugstimmen mittig in der Partitur oder der Posaunensatz in einer Linie notiert. Und natürlich waren alle­Angaben wie zum Beispiel die Instrumente oder die Anweisungen auf Spanisch.

Das allein erfordert schon hohe Aufmerksamkeit und einiges an Vorbereitung. Die Werke in diesem Top-Bereich der Blasmusikliteratur sind komplex, kompliziert und aufwendig.

Kategorien unterscheiden sich in der Orchestergröße

Die Pflicht- und Selbstwahlstücke waren allesamt Werke des obersten Schwierigkeitsgrades, obwohl die Orchester in vier Kategorien eingeteilt waren. Einzige Unterscheidung der Kategorien ist nicht der Schwierigkeitsgrad der gespielten Werke, sondern die Größe des Orchesters. Bei spanischen Blasorchestern ist es keine Seltenheit, dass mehr als 100 Musikerinnen und Musiker gemeinsam musizieren.

Ein Orchester mit etwa 130 Musikern war mit 31 Klarinetten, zwei Es-Klarinetten, zwei Bassklarinetten, zwei Altklarinetten und Kontrabassklarinette bestückt. Leicht verrückt: Viele Orchester spielten mit zwei Basssaxofonen, obwohl für diese keine Stimme in der Partitur verzeichnet ist.

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