nils wogram - der jazzposaunist gibt fast überall seinen sound dazu

Jazz, Posaune, Deutschland – bei diesen drei Schlagworten fällt dem überwiegenden Teil der Kenner der Jazzszene bislang nur ein Name ein: Albert Mangelsdorff. Sicherlich nicht ganz unberechtigt, hat der große Meister doch für die Musik, das Instrument und auch das Land Großes geleistet. Es ist allerdings nicht so, dass nach dem großen Albert ganz lange gar nichts mehr kommt. Die »Enkelgeneration« greift an. Mancher kennt ihn längst, zweifellos wird man sich den Namen merken müssen: Nils Wogram. Er verkörpert den jungen deutschen Jazz.

Natürlich kommt man beim Milchkaffee in der Wohnung am Zürichsee unweigerlich auch auf den heute 74-jährigen Albert Mangelsdorff zu sprechen, wenn man die Posaune im Jazz thematisiert. Er ist ja schließlich der Altmeister, der Grandsigneur an diesem Instrument – und das nicht nur in Deutschland, sondern international. Und Nils Wogram, der sich seit seinem zwölften Lebensjahr dem gleichen Instrument verschrieben hat, wehrt sich zwar nicht dagegen, auf Mangelsdorff angesprochen zu werden. Doch an ihm messen lassen möchte er sich nicht.

 

  • 21.09.2011
  • Jazz
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 5/2003
  • Seite 24-27

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