Nachgefragt bei Ingolf Burkardt

»Neben dem perfekten Zusammenspiel ist die Improvisation der wichtigste Bestandteil des Jazz«, heißt es auf deiner Homepage. »Ich kann gar nicht improvisieren«, hört man oft. Wie kann man das lernen? Gibt es grundlegende Tipps für Anfänger?

Man kann alles lernen. Wichtig ist zunächst, dass man sich improvisierte Musik anhört, meistens handelt es sich ja dann um Jazz. Für mich war es anfangs am einfachsten, über das 12-taktige Bluesschema zu improvisieren. Da brauchte ich im Prinzip kein Vorwissen, und die Form fand ich sehr einprägsam. Von da bin ich dann peu à peu zu den etwas komplexeren 2-5-1-Verbindungen gekommen, die aber auch sehr logisch sind. Und immer: hören, hören, ­hören. Ich finde auch nach wie vor das Spielen von Transkriptionen (die man idealerweise selbst heruntergehört hat, sonst gibt es tausende im Netz) sehr hilfreich. 

  • 20.08.2014
  • Praxis
  • Ausgabe: 9/2014
  • Seite 15

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