Musik nicht nur für Kinder - »Bartok-Improvisationen« von Hans-Joachim Marx

  • 27.10.2011
  • spielBAR
  • Katja Brunk
  • Ausgabe: 11/2011
  • Seite 64-65

»Musik für Kinder« von Béla Bartók ist der Ausgangspunkt für Hans-Joachim Marx’ Komposition »Bartok-Improvisationen«. Allerdings nicht für Kinder ist das, was der Komponist aus den gesammelten Volks- und Kinderliedern Bartóks gemacht hat: Marx hat mit seinen »Bartok- Improvisationen« eine gut 20- minütige Komposition für Höchststufenblasorchester (Schwierigkeitsgrad 6) geschaffen, in der er die ursprünglichen Lieder als Themenmaterial verwendet hat. Eine rhythmische oder harmonische Anlehnung an Bartóks Werk gibt es nicht.

Die Instrumentation

Zur Aufführung dieses Werks werden Instrumente benötigt, die über die »Standard-Besetzung « eines sinfonischen Blasorchesters hinausgehen. So sieht der Komponist eine Kontra bass klarinette, einen Kontrabass, zwei Flügelhörner sowie eine Klavierstimme vor. Diese sollten auch besetzt werden, denn sie sind eigenständige Stimmen und nicht Verdopplungen bereits vorhandener Instrumentalstimmen.

Das Werk

Der erste Satz des dreisätzigen Werks beginnt gleich mit der ersten Themenvorstellung <1>. Die rhythmische Struktur sieht auf den ersten Blick kompliziert aus – Zweiunddreißigstel, punktierte Sechzehntel sowie Sechstolen sorgen zunächst wahrscheinlich einmal für Unbehagen bei den Musikern. Aber das Tempo ist »Grave«, und die Viertel stehen im Tempo 60. Der Charakter ist freundlich und es sollte darauf geachtet werden, dass das erste Intervall, eine große Terz, auch groß genug gespielt wird, damit der Dur-Charakter gut zur Geltung kommen kann. Melodisch ist das Ganze in genau eine Oktave eingepasst, sodass das Thema gut ins Ohr geht.

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