Musik-Kinesiologie - Zurück zu (noch) mehr Spaß an der Musik (2)

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Günther Scherb
  • Ausgabe: 3/2007
  • Seite 48

Die Musik-Kinesiologie stellt eine Bereicherung für viele dar: Musiker, Musikpädagogen, Musikschüler, Studenten, Schauspieler, Dirigenten, Tänzer, Redner und alle Menschen, die körperlich-energetische Probleme mit Musik bewältigen oder über ihre Grenzen hinaus kreativ tätig sein möchten, sei es beruflich oder privat, allein oder in der Gruppe. Wichtig erscheint es mir zu erwähnen, dass man nicht erst Probleme oder Krisen haben muss, um Nutzen aus der Musik-Kinesiologie zu ziehen. Allein das Wecken von verborgenem Potenzial lässt das Musizieren und Wirken auf der Bühne zu einem fantastischen Erlebnis werden.

Kinesiologie ruft auch Krittiker hervor. Nach diesen sind alle Formen der Kinesiologie sind als Pseudowissenschaften einzuordnen. Dies liegt einerseits am mangelnden Wirksamkeitsnachweis, andererseits an der bisher fehlenden Offenlegung eines möglichen Wirkmechanismus durch ihre Befürworter. Vorstellungen wie diejenige, der Körper wisse, ob der Inhalt eines verschlossenen Glasröhrchens gut für ihn sei, sind mit den Erkenntnissen der modernen Naturwissenschaft nicht in Einklang zu bringen. Ein neutraler Nachweis für eine derartige Fähigkeit konnte bislang auch nicht erbracht werden.
Kritiker sehen beim Muskeltest Fehler- und Fälschungsmöglichkeiten sowohl auf Seiten des Therapeuten als auch des Klienten. Da der Therapeut aktiv mit seiner eigenen Muskelspannung die des Klienten prüft, könne er seinen prüfenden Druck entsprechend seiner vorgefassten Lieblingsdiagnose anpassen. Der Klient wiederum könne durch Beeinflussung seiner Muskelspannung das Testergebnis willkürlich verändern. Außerdem ermüde der Testmuskel nach mehreren Testläufen.

Literatur:

  • Diamond, John, Dr. med (2001): Der Körper lügt nicht. Eine neue Methode, die Ihr Leben verändern wird. VAK Verlags GmbH; 21. Auflage
  • Matthias Lesch/Gabriele Förder (2001): Kinesiologie. Aus dem Streß in die Balance. München, Gräfe und Unzer Verlag, 3. Aufl.,
  • Keding-Pütz, Dr. med. Christa: Gesund durch analytische Kinesiologie. Der Muskeltest als Brücke zu ganzheitlicher Heilung
  • Klinghardt, Dietrich (Juni 2005): Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie. Ein neuer Weg in der psychosomatischen Medizin. Institut für Neurobiologie.
  • Sonderegger, Rosmarie (2005): Die Fünf Elemente Psychologie (5 Bände). IKAMED Verlag.
  • Walker, Barbro (2004): Edu-Kinestetik - ein pädagogischer Heilsweg? Eine kritische Analyse, Marburg (Tectum),
  • Goldschmidt, Annemarie (1997) : Alles klar mit Kinesiologie. Hellwach und voller Energie durch den Alltag, VAK Verlag für Angewandte Kinesiologie
  • Dennison, Paul und Gail (1996): EK für Kinder. Das Handbuch der EDU-KINESTETIK für Eltern, Lehrer und Kinder jeden Alters, VAK Verlag für Angewandte Kinesiologie
  • Kim da Silva und Do-Ri Rydl (1994): Energie durch Bewegung. Kinesiologische Übungen für die ganze Familie, Verlag Knauer
  • Klingelhöffer, Dr. Werner (2006): Strategie für den Erfolg. Kinesiologie im Sport, TX-Team-Verlag Penzberg

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