Musik-Kinesiologie - Zurück zu (noch) mehr Spaß an der Musik (1)

Es war mal wieder eines dieser Probespiele. Ich dachte, gut vorbereitet zu sein und endlich die Chance zu haben, die Stelle zu bekommen. Doch leider war nach der zweiten Runde schon wieder Schluss. Komisch, dachte ich, so schlecht hatte ich doch gar nicht gespielt. Allerdings wurde mir auf Nachfragen gesagt, dass »nichts rüberkam«. Nach unzähligen Probespielen war das der Punkt, an dem ich beschloss, mein Instrument an den Nagel zu hängen und etwas ganz anderes zu machen. »Wenn es schon so weit ist, dass ich nicht mehr höre, dass ich nicht gut spiele, sollte ich mich vielleicht einem anderen Gebiet zuwenden, was mir vielleicht auch Spaß machen könnte.« Wäre da nicht eine Kinesiologin in diesem Orchester gewesen, die mir den Rat gab, mal eine »Balance« zu machen. Gut, sagte ich mir, warum sollte ich nicht auch noch diesen Strohhalm ergreifen. Aufhören kann ich dann ja immer noch. Und zufälligerweise hatte sie zwei Tage später einen Termin frei, weil ein anderer abgesagt hatte.

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Günther Scherb
  • Ausgabe: 2/2007
  • Seite 42

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