»Musik bewegt... - ... alles Weitere ergibt sich daraus«

Er ist, und das spricht sicherlich zunächst für die Qualität der Dirigenten, aber auch für die Kontinuität der Stadtmusik, in der seit nun 1819 andauernden Geschichte erst der siebte musikalische Leiter. Zu seinen Vorgängern als Direktoren, wie sie in der Schweiz mit Wertschätzung bezeichnet werden, zählen unter anderem Persönlichkeiten wie Otto Zurmühle und Albert Benz. Beide waren auch international als Komponisten und Blasmusikförderer in Erscheinung getreten.

Erwartungen

Auf die Frage nach Vorgaben oder Bedingungen, die man an den Kompositionsauftrag gestellt hätte, bemerkt Franz Schaffner sehr entspannt: »Erwartungen waren nie konkret, denn wir wollten dem Komponisten größtmögliche Freiheit gewähren. Jean-François Michel ist ein Musiker, der etwas zu sagen hat. Das belegen viele Werke aus seiner Hand. Aus diesen Erfahrungen wusste man, dass hier Musik entstehen würde, die niemandem weh tut, trotzdem aber eine eigene Sprache und ein zeitgenössisches Klangbild haben wird.«

Jean-François Michel

Geboren 1957 im schweizerischen Fribourg, absolvierte seine musikalische Ausbildung am dortigen Conservatoire, war mit 18 Jahren als Trompeter Preisträger beim »Concours de Genève« und schließlich von 1976 bis 1986 Solotrompeter bei den Münchner Philharmonikern. Er unterrichtete Berufsklassen an den Konservatorien in Lausanne und Genf und ist seit 1988 Lehrer am »Conservatoire Fribourg«. Seine Soloauftritte haben ihn in viele europäische Länder, aber auch nach Japan, Brasilien und Argentinien geführt. Er ist Mitglied des Bläserquartetts Nov’ars, des Komponistenensembles Buccinatoris und gerngesehener Gast in zahlreichen Ensembles und Orchestern. Als Dirigent leitet er die Brass Band Fribourg (Höchstklasse). Seine Kompositionen werden weltweit geschätzt und gespielt. Jean-François Michel engagiert sich derzeit bei Edition4You, wovon er sich vermehrten Freiraum zum Komponieren und eine Plattform für seine Musik verspricht.

Infos: www.edition4you.ch

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Renold Quade
  • Ausgabe: 4/2011
  • Seite 12-14

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