museo dello strumento a fiato - blasinstrumentenmuseen der welt (5): italien grüßt

Etwa 90 Kilometer nordwestlich von Mailand liegt Quarna Sotto. Es ist eine kleine Gemeinde mit mal eben knapp über 400 Einwohnern in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB). Die Provinz wiederum gehört zur Region Piemont. Ganz nah liegt der Ortasee. Bei der Nennung des Namens Ortasee geht den Italienliebhabern ein »Aah« über die Lippen. Der Blasmusikliebhaber lässt dem noch ein »Ooh« folgen, weiß er doch, dass bei einem Ortasee-Urlaub ein Abstecher nach Quarna Sotto unverzichtbar ist. Allein schon deshalb, um einen Blick in den Sitz der Firma Rampone & Cazzani zu werfen, einer Fabrik, die weltweit für ihre einzigartige Herstellung von Blasinstrumenten und besonders Saxofonen bekannt ist. Wie es häufig geschieht, wenn eine Firma eine führende Position in einer bestimmten Sparte einnimmt, entstehen in derselben Gegend weitere Betriebe, die mit der Hilfe des Ruhmes der ersten ebenfalls exzellente Produkte herstellen. Und dies ist auch der Fall in Quarna Sotto, wo die Geschichte ihrer Handwerker und deren Blasinstrumente im Ethnografischen Museum der Blasinstrumente erzählt wird.

Es ist eine geschichtliche Herangehensweise in zeitlicher Abfolge, die die Ausstellung prägt. Ein Rundgang gibt einen Einblick in die Geschichte der Instrumente als auch in Produktionszusammenhänge. Gleichzeitig widmet sich das Museum der Tradition der italienischen »Bandas« und liefert Beiträge zum besseren Verständnis der entsprechenden Literatur in der Vergangenheit und der Gegenwart. Während in der ersten Abteilung die Besetzung einer solchen »Banda« durch die Anordnung der entsprechenden Instrumente simuliert wird, zeigen die anderen Abteilungen einzelne Blasinstrumentenfamilien.

 

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Franz X.A. Zipperer
  • Ausgabe: 6/2006
  • Seite 26

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