Mütters Vorstellungen - Posaunenplaudereien und Blechblasen vum Bertl Mütter (6)

  • 21.09.2011
  • Musikgeschichten
  • Bertl Mütter
  • Ausgabe: 6/2009
  • Seite 47

Mit etwas Verzögerung erreichen mich – zu Recht – erboste Proteste seitens der Posaunisten- wie der Hornistenzunft samt ihren Ausstattern, den Hörndlbauern und Posaunenziehern. So sehe ich mich gedrängt, eine Bemerkung, die ich hier abdrucken ließ, mit dem Ausdruck des Bedauerns, wie es heißt (die Stirn dackelig gewellt wie ein Klarinettist bei einem bittersüßen Solo, insgesamt hündischer Blick, von unterm Tisch), zurückzunehmen. Aber sehen Sie, das ist letztlich unmöglich: ein Ton, einmal (wie auch immer) gespielt, kehrt nimmer zurück ins Instrument, oder, worauf Stan Laurel (als Stanlio in Fra Diavolo) weise hinweist: was ich getrunken habe, kann ich nicht mehr verschütten – einmal verschluckt, nunja, wenn es wieder heraufkommt, ist es, ausgenommen bei Wiederkäuern (und da ausschließlich zum Eigengebrauch), ungenießbar, wäh! – Stanlio hat dann allerdings einen Mordsfetzen gehabt, und in der Folge einen der allerschönsten, für die Zuseher gefährlichsten Lachkrämpfe der Filmgeschichte. Aber das nur nebenbei.

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