Mütters Vorstellungen - Posaunenplaudereien und Blechblasen vum Bertl Mütter (32)

Nun aber zu den von mir immer am meisten Bewunderten aller Blasmusikanten. Nämlich weil sie sind die Einzigen (können Mehrere eigentlich Einzige sein?), die nicht ausschließlich linear und monodisch agieren, wie wir tumben (und gerne selber auf dieser Tumbheit beharrenden – dazu möglicherweise abschließend mehr beim nächsten Mal) Holz- und Blechbläser das selbstgewählt und wohl auch vom Instrument aufgezwungen tun (sieht man von gewissen, einem merkwürdigen Trieb folgenden Saxofonvirtuosen ab, die sich zumindest zwei gekrümmte Dinger zur mit Sicherheit ganz und gar uneitlen Steigerung und Darstellung ihrer beträchtigen Kunstfertigkeit in den Mund stecken – mir kamen da, tut mir leid, immer pornographische Assoziationen, vor allem, wenn ich es bei einem meiner damals künstlerisch Vorgesetzten an der Musikhochschule sehen musste, sowas aber schon auch.)

clarino[at]muetter.at

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  • 27.10.2011
  • Musikgeschichten
  • Bertl Mütter
  • Ausgabe: 11/2011
  • Seite 54-55

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