Mütters Vorstellungen - Posaunenplaudereien und Blechblasen vum Bertl Mütter (16)

  • 21.09.2011
  • Musikgeschichten
  • Bertl Mütter
  • Ausgabe: 5/2010
  • Seite 56

Ich muss Ihnen wieder ein Geständnis machen. Seit dem ersten Erahnen des Frühlings (jaja, geschenkt, längstschon ist alles grün, so rings und rund, in diesen Tagen überwiegen bereits die kulinarisch prekären Maiglöckchen dem so bekömmlichen ersten Grün am Waldboden, auch hier, bei der Abfolge Bärlauch –  Maiglöckchen ist Grün, analog zur Schönen Müllerin zuerst die liebe und dann die böse Farbe; so erheiternd uns auch die Büscherl von alten Marktweiberln dargeboten werden mögen: bitte nicht essen!), seit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen – ich durfte sie in einer ehemaligen Einsiedelei auf der Insel Elba einsaugen – spiele ich im Grünen (um ein weiteres Frühlingslied Schuberts zu zitieren). Zurück wieder, daheim, bin ich derjenige, der dafür verantwortlich ist, dass auf einem freien Feld zwischen Tinsting und Schwaming (also nach Rosenegg und vor Letten) regelmäßig regelmäßige (zunehmend regelmäßigere) Posaunentöne erschallen: Ich übe, wie seit meiner Studienzeit nicht mehr. Und es macht eine Freude, kann ich Ihnen sagen!

« zurück