mozart-horror-eufonium-show - die unglaublichen abenteuer des steven m. (1)

Noch vor wenigen Jahren wäre die Idee eines Vollzeit-reisenden Eufoniumsolisten undenkbar gewesen. Jetzt hat sich das alles geändert. Steven Mead ist sicher der meistbeschäftigte und wohl auch der erfolgreichste Eufoniumspieler der Welt. Hier ist sein ganz persönlicher Bericht über die bemerkenswerten vergangenen beiden Monate »auf Achse«.

»Ach, es muss so herrlich sein, immerzu zu reisen.« Das höre ich oft, und oft meine ich, ich muss antworten: »O ja, ich liebe das. Ich bin so ein Glückspilz.« Größtenteils wäre diese Antwort auch zutreffend, und ich vermute, das ist der Grund, warum ich es nach ungefähr 20 Jahren, in denen ich jetzt schon auf Achse bin, immer noch tue. Man sagt, dass Reisen nie einfacher war, und wenn man sich die neuen Flugrouten anschaut, die vor allem in Europa von Billigairlines wie EasyJet und Ryanair aufgemacht werden, scheint es so, dass verschiedene Orte näher zusammenrücken. Ich kann von meinem Heimatflughafen (Birmingham) nach Mailand (Italien) in der gleichen Zeit fliegen, die ich brauchen würde, um nach London zu fahren (120 Meilen), und es ist billiger, als während des Berufsverkehrs mit dem Zug hinzufahren. Verrückt, oder? Eine Urlaubsreise ist eine Sache, als Musiker verreisen, mit einem Eufonium als Handgepäck und einem schweren Koffer, ist oft eine andere, und so könnten die Geschichten meiner Heldentaten »auf Achse« ein ziemlich großes Buch füllen – und vielleicht tun sie das eines Tages auch. Ich freue mich, den Lesern von clarino.print einen Einblick in meine Reisen von September und Oktober zu geben, um einen Eindruck von den Höhen und Tiefen eines Reisenden zu vermitteln.

 

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • steven mead
  • Ausgabe: 12/2005
  • Seite 12-13

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