mid europe - blasmusik in ihrer ganzen vielfalt

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 10/2006
  • Seite 24-25

»Das Wetter kann man ohnehin nicht beeinflussen – da müssen wir nehmen, was kommt.« Der künstlerische Leiter der Mid Europe, Johann Mösenbichler, brachte es auf den Punkt. Dass er mit dem vorherrschenden Wetter – strahlender Sonnenschein, nur unterbrochen von kurzen erfrischenden Wärmegewittern – überaus zufrieden war, konnte er indes nicht verhehlen. Denn so kamen die Besucher von Open-Air-Konzerten genauso auf ihre Kosten wie die Zuhörer der Konzerte in der Dachstein-Tauern-Halle.

Das Mozartjahr bestimmt bekanntermaßen allerorten oftmals die Repertoireauswahl der Orchester. Und auch das Rundfunk-Blasorchester Leipzig kommt in diesem Jahr nicht an dem großen Komponisten vorbei. Doch das RBO zieht bei der Gestaltung des Programms andere Saiten auf. Das Konzert – was sicherlich als eines der Highlights der diesjährigen Mid Europe in die Historie eingeht – wird kurzerhand zur »Geburtstagsfeier für Wolfgang M.« erhoben. Werke von Bach, von Weber, Schostakowitsch, Henze und Van der Roost stehen – eingerahmt vom Thema mit Variationen aus »Serenade Nr. 10 Gran Partita« von Mozart – auf dem Programm. Beeindruckend die musikalische Leistung und der transparente Klang der Profibläser unter der Leitung von Jan Cober, doch allein die hervorragende Moderation von Thomas Stähr – einer Unterhaltung zwischen Wolfgang Amadeus und Constanze Mozart nachempfunden – war das Eintrittsgeld wert.

 

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