Mehr als nur heiße Luft... - Die Geschichte der geblasenen Musik in Nordafrika

Afrika, so möchte man meinen, verfügt vor allem über eine Percussionfraktion, über die sich jeder hiesige Blasorchesterdirigent freuen würde. Bongo- und Trommelrhythmen, dazu tanzende und singende Menschen mit Rassel und Tamburin in der Hand. Doch weit gefehlt. Sicherlich, es findet sich heutzutage in Ländern wie Marokko, Ägypten oder Tunesien keine Kapellenflut wie in unseren Breitengraden und schon gar nicht die traditionelle Blasmusik, wie wir sie kennen. Doch durch verschiedene Einflüsse hat sich auch dort die Kunst der geblasenen Musik ihren Weg durch die Epochen der Geschichte gebahnt.

Drehen wir das Rad der Zeit doch einmal weit zurück. Felsmalereien in nordafrikanischen Gebirgen, die klatschende und tanzende Menschen zeigen, sind wohl die ältesten Überlieferungen der dortigen Musikgeschichte. Es heißt, dass die frühen Instrumente Nordafrikas und der arabischen Welt die ursprünglichen Modelle für viele westliche Instrumente, angefangen bei der Gitarre über Geigen bis hin zu Flöten, Trompeten und anderen Blasinstrumenten, seien. Also muss es dort doch kreative und schlaue Köpfe gegeben haben – mehr als nur die erwähnten Trommelmänner. Und die gab es, zum Beispiel im Land der Pyramiden und Pharaonen.

 

  • 21.09.2011
  • Historisches
  • Christian Mayr
  • Ausgabe: 9/2010
  • Seite 40-41

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