Loreley Tattoo - Mit schottischem Segen

Für viele ist der Begriff Tattoo untrennbar mit den schottischen Highlands und den sehnsuchtsvollen Klängen von Dudelsack und Trommeln verbunden. Kein Wunder also, dass Reiseveranstalter Jahr für Jahr unzählige Busladungen voll Zuschauer vom europäischen Kontinent nach Edinburgh fahren werden, wo das weltweit größte Open-air-Tattoo vor insgesamt mehr als 200 000 Zuschauern zelebriert wird. Doch warum in die Ferne schweifen? könnte man fragen, denn auch in heimischen Gefilden wächst die ­Begeisterung für diese eindrucksvolle Form der Musikdarbietung. Das Loreley Tattoo, das am 4. August über die Bühne geht, hat sogar schottischen Segen. 

Ronnie Bromhead, Dudelsackspieler der Scots Guards und ehemaliger Piper der Queen, ist begeistert. Begeistert von der Location. Hier, hoch oben über dem Rhein auf dem sagenumwobenen Loreley-Felsen, ist das Ambiente einfach »märchenhaft«, wie er schwärmt. Faszinierend sei, meint der »Pipe Major« des Loreley Tattoo, dass man das so klischeemäßig eigentlich gar nicht planen könnte, »aber das hat sich die Natur so einfallen lassen«. Die Freilichtbühne, angelegt wie ein Amphitheater mit nach außen ansteigenden Sitzreihen, ist »sehr beeindruckend, ja einzigartig«. Zudem ist die Naturakustik sensationell und speziell bei orchestralen Aufführungen überragend. Das Loreley Tattoo verfüge zwar noch nicht über die Tradition des Edinburgh Tattoo, doch auch dank seiner »perfekten Location« sagt Bromhead ­dieser Veranstaltung eine große Zukunft voraus. »Das Edinburgh Tattoo darf und wird nicht das einzige sein.«

  • 19.04.2012
  • Szene
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 5/2012
  • Seite 46-47

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