LJBO Hessen - Es wächst - mit der Zeit und seinen Aufgaben

  • 19.12.2011
  • Szene
  • Jakob Fritz
  • Ausgabe: 1/2012
  • Seite 50-51

Das 2007 gegründete sinfonische Jugend-Blasorchester des Landes Hessen versteht sich als Wiege junger Nachwuchs-Talente und als Repräsentant der sinfonischen Blasmusik, die, in den achtziger-Jahren des 20. Jahrhunderts noch ein Nischendasein führend, in jüngerer Zeit zu einem eigenstehenden Genre ge­worden ist. Etwa 60 junge Musiker im Alter zwischen 12 und 25 Jahren kommen zweimal im Jahr an einem zentralen Ort Hessens zusammen, um dort in einwöchiger Arbeit gemeinsam ein anspruchsvolles Konzert-Programm einzustudieren. Finanziell unterstützt wird das Orchester vom hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

In einer so jungen Institution nach einem allgemein vorhandenen »Geist« zu fragen ist gewagt, denn dieser Klangkörper ist – so scheint es – selbst noch auf der Suche nach einer »typischen« Ausdrucksform, einem vertrauten Klangbild. Während die Stücke von Konzert zu Konzert an Schwierigkeit zunehmen, gewinnt der Klang an Präzision, der Ausdruck an Leichtigkeit und die Intonation an Reinheit.

Man bekommt einen guten Einblick in diese Entwicklung, wenn man sich vor Augen hält, dass alles im Frühjahr 2008 mit einem Ensemble von gerade mal 37 jungen Bläserinnen und Bläsern begann und Besetzung und Anspruch seither stetig gewachsen sind. Unter der Führung des Orchesterleiters Jens Weismantel werden seither in jeder Probenphase die eigenen Leistungen übertroffen. Ziel ist dabei neben der Förderung individueller Talente das bereits Erw ähnte: ein homogener Klangkörper, ein voll besetztes sinfonisches Blasorchester, ein Pendant zum hessischen Landesjugend sinfonieorchester und, nicht zuletzt, nationale bzw. internationale Vergleichbarkeit.

Infos: www.ljbo-hessen.de

« zurück