liquid loop meets doris dörrie - moderne filmmusik am beispiel »nackt«

  • 21.09.2011
  • Rainer Sell/Richard
  • Ausgabe: 1/2003
  • Seite 34-36

Soundtrack versus Product Placement »Hauptsache ist, der Soundtrack stört den heiligen Dialog nicht«, zitiert Alaska Winter einen altgedienten Tonmeister der Arri-Studios in München. Wie bitte? Ist Soundtrack nicht ohnehin nur das: nebulös durchschimmerndes Klanggewebe, belangloses Dahingeplätschere von beliebigen Beats und Sounds? War das denn einmal anders in der guten alten Zeit? War es, anscheinend. Und könnte es wieder werden.

Alaska Winter ist Musiker, Produzent, Studio-Eigentümer und Editionär bei Warner-Chapel. Gemeinsam mit der Nu-Jazz-Band »Liquid Loop« hat er eines der interessantesten Soundtrack-Projekte der jüngeren deutschen Filmgeschichte umgesetzt. Ein Projekt, das Lust macht, den Begriff Soundtrack im Zeitalter von »musikalischem Product Placement« und von Werbestrategen zusammengestellten Hit-Compilations neu zu beleuchten: Von innen. Und außen. Ganz wie auf der Leinwand.

 

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