Kleine Geschichte der Marimba - Vom Sklavenquartier ins Blasorchester

  • 21.09.2011
  • Instrument
  • Helmut Brenner
  • Ausgabe: 10/2009
  • Seite 36

Die Marimba, ein Xylofon mit Resonatoren, fand im 20. Jahrhundert zuerst vor allem im sinfonischen Orchester und im Jazz Verwendung. Im sinfonischen Bereich sind etwa Darius Milhauds »Concerto for Marimba, Vibrafone and Orchestra« (1947), Paul Crestons »Concertino for Marimba« (1940) oder Ney Rosauros »Concerto for Marimba and Orchestra No. 1« (1986) zu nennen. Im Jazz sind Mike Mainieri, Dave Samuels, Bobby Hutcherson, Sun Ra oder Gary Burton bekannte Interpreten, oder im Free Jazz Warren Smith, Thurman Barker und Cecil Taylor, Tony Vaccha und Joseph Jarman. In den vergangenen Jahren fand die Marimba jedoch zunehmend auch Eingang in das Blasorchester. Alfred Reeds »Concertino for Marimba and Winds« oder David Longs »Concerto for Marimba and Wind Ensemble« sind wohl die bekanntesten Kompositionen. Auch Robert Thurston (»Ascendance«), Joachim Schoeppe (»Ballade für Sabine«), Peter Wesenauer (»Begegnung/Meeting«), Karel Husa (»Concerto for Percussion and Wind Ensemble«) oder Udo Diegelmann (»Treffpunkt 4/4/3«) dachten dem Instrument eine prominente Rolle zu.

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