Klein, aber oho! Der »Däumling« als Übehilfe für Trompeter

Wenn Sie, lieber Leser, zufällig Trompetenlehrer sind, werden Sie sicher mit diesem Problem vertraut sein: Viele Kinder halten das Instrument nicht richtig und gewöhnen sich im Lauf der Zeit eine Haltung an, die beim Trompetespielen eher hinderlich ist. Der »Däumling« soll hier Abhilfe schaffen oder am besten gleich von Anfang an bei der korrekten Handhaltung helfen.

Die Handhaltung beim Trompetespielen

Für alle, die es noch nicht wussten: Ja, es gibt eine korrekte und einige nicht so förderliche Handhaltung beim Trompetespielen. Regel Nr. 1 lautet: Die linke Hand hält die Trompete, die rechte Hand greift. Regel Nr. 2: Wir versuchen, eine möglichst natürliche Handhaltung beizubehalten. Das bedeutet: Der Daumen und die übrigen Finger der rechten Hand sind geformt, als würden sie ganz locker einen Apfel oder ­einen kleinen Ball halten. In dieser Haltung legt der Trompeter die Finger sehr entspannt auf die Ventile, denn so ist sichergestellt, dass die Hand locker bleibt und nicht verkrampft, außerdem können die Ventile »von oben« gedrückt werden, und gerade bei älteren Instrumenten »verkantet« das Ventil nicht so leicht.

Alle Instrumentalisten bewegen sich bei der Haltung ihres Instruments stets in einem Spannungsfeld zwischen der Anatomie ihres Körpers und der Anatomie des Instruments. Darum ist einer der häufigsten Verbesserungspunkte gerade im frühen Instrumentalunterricht die Haltung. Da werden die Hände richtig über die Klaviatur gerückt, da heißt es »die Finger bleiben in den Tasten«, da wird darauf hingewiesen, dass die Finger rund um die Flöte greifen – und dass die linke Hand die Trompete hält.

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  • 29.06.2016
  • Praxis
  • Martin Hommer
  • Ausgabe: 7-8/2016
  • Seite 15

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