Klappen und Tasten - Das Alliage Quintett begibt sich auf Russland-Reise

  • 21.09.2011
  • Porträt
  • Antje Rößler
  • Ausgabe: 6/2011
  • Seite 44-45

Vier Saxofone plus Klavier – das Alliage Quintett klingt mal wie ein Mini-Orchester, dann wieder kammermusikalisch transparent. Sicher meistert es die Gratwanderung zwischen Anspruch und Unterhaltung.»Alliage«, so heißt auf Französisch die Kupfer-Zink-Mischung, aus der das Saxofon gefertigt wird. Nach dieser Legierung hat sich das Alliage Quintett benannt, das aus vier Saxofonisten und einer Pianistin besteht. Ensemble-Gründer und Primarius am So­pran­saxofon ist der Frankokanadier Daniel Gauthier. Er wurde 1997 zum ersten Professor für klassisches Saxofon in ganz Deutschland berufen. Inzwischen lehrt er an der Hochschule für Musik Köln und leitet zudem den »International Saxophone Quartett Competition« in Dortmund.»Die Ausdrucksmöglichkeiten des Saxofons sind phänomenal«, erzählt Gauthier. »Es handelt sich um ein extrem vielseitiges und flexibles Instrument. Zu viert am Saxofon können wir einerseits so homogen klingen wie ein Streichquartett, dann wieder kann jedes Instrument seine Persönlichkeit ausleben.« Gesteigert wird die Klangfülle des Alliage Quintetts dadurch, dass die vier Bläser sich eine Pianistin ins Boot geholt ­haben: die Koreanerin Jang Eun Bae, die bereits als Schülerin nationale Wettbewerbe in ihrer Heimat gewann und heute ebenfalls in Köln unterrichtet.

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