Joo Kraus - »Songs from Neverland«: selbstbewusst und sensibel

Der Tod von Michael Jackson«, gibt der Trompeter Joo Kraus zu, »hat mich dann doch mehr berührt als ich gedacht hätte.« Er sei zwar nie der ganz große Fan gewesen, doch die Nachricht vom 25. Juni 2009 habe ihn »trotzdem sehr mitgenommen«. Mit dem »Tales In Tones Trio« hat er kürzlich den Tonträger »Songs from Neverland« herausgebracht – und zollt damit dem »King of Pop« seinen Tribut.Als Michael Jackson im vergangenen Jahr im Alter von 50 Jahren starb, witterten allerhand Buchverlage, Plattenlabels und auch zwielichtige Vermarkter ihre Chance, aus dem Tod des großen Entertainers Kapital zu schlagen. Und das mit teilweise fragwürdigen Mitteln. Von dem Verdacht, auf dieser Welle mitzuschwimmen, kann man Joo Kraus freisprechen. Denn zum einen ist der »King of Pop« seit über einem Jahr tot (und damit der Hype verebbt) und zum anderen nähern sich die Musiker auf »Songs from Neverland« dem Idol mit gebührendem Respekt, bemerkenswerter Sensibilität, großem Selbstbewusstsein und spielerischer Leichtigkeit. »Ich habe wirklich großen Respekt vor Jackos musikalischer Arbeit«, erzählt Kraus – auch wenn die Biografie nicht unbedingt zum Nachahmen einlade. Vor allem in der Phase der Platte »Off the Wall« (1979) sei er auch Fan gewesen.

Infos: www.jookraus.de

 

  • 21.09.2011
  • Porträt
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 11/2010
  • Seite 44-45

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