jeder wird ernst genommen - seit fast 60 jahren entsteht in ludwigsburg der bauer-sound

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 3/2006
  • Seite 18-21

Der »Bauer-Sound« ist es, der die Bauer Studios in der Bläserszene weltbekannt gemacht hat. Es ist dieser transparente und warme, weiche Klang, den die Künstler aus aller Welt so schätzen. Bob Brookmeyer, Till Brönner, das Landesblasorchester Baden-Württemberg, die Brassband Bürgermusik Luzern – alle schwören auf die jahrelange Erfahrung. Mit Ernst Mosch erfand man in Ludwigsburg gar den berühmten Egerländer-Sound. Die diesem Heft beiliegende clarino.cd dokumentiert den Bauer-Sound eindrucksvoll und ist gleichzeitig Zeugnis der breit gefächerten Bläserwelt, die im Hause Bauer zusammenkommt.

In den Bauer Studios hat man sich schon frühzeitig auf akustische Musik spezialisiert und sich hier vor allem im Bläserbereich einen Namen gemacht. Und was macht den Bauer-Sound aus? Zum einen natürlich die Technik, »da waren und sind wir immer vorne dran«, erklärt die Chefin Eva Bauer-Oppelland nicht ohne Stolz. »Bereits vor dem Rundfunk haben wir 1958 die Stereofonie eingeführt.« Zehn Jahre später war man auch mit der Mehrspurtechnik auf der Höhe der Zeit. Ab dem Jahre 1981 wurden die Datenströme dann digital. Allerdings, bekräftigt Tonmeister Gerd Puchelt, habe man durch den technischen Fortschritt nicht etwa umgesattelt, sondern die Möglichkeiten erweitert. Denn nach wie vor – und hier liegt das Rezept für den Bauer-Sound – steht man in Ludwigsburg auf analoge Klangbearbeitung.

 

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