jazzclub »unterfahrt« - ende oder neuanfang?

Einer der bekanntesten Jazzclubs Europas, die »Unterfahrt« in München, ist in akuter Finanznot. Eine ungeklärte Mietsituation, konkurrierende Nutzungsmodelle und gestiegene Kosten machen dem Club schwer zu schaffen. Das 25-jährige Jubiläum im April soll noch groß gefeiert werden. Die weitere Zukunft des Münchner Jazzclubs ist allerdings unsicher.

1998 machte sich die »Unterfahrt« auf zu neuen Ufern und zog um in das »Einstein Kulturzentrum«, das größere Räumlichkeiten als das alte Domizil zur Verfügung stellte. Durch den Umzug wurde der Konzertbetrieb professioneller, dafür aber auch teurer. Außer den Hotelkosten stieg auch der Aufwand für die Bühnentechnik. »Durch die kompliziertere Organisation und die Euro-Umstellung nahmen die jährlichen Ausgaben um etwa 30.000 bis 40.000 Euro zu. Dies betrifft die Personalkosten, aber auch Musiker sind anspruchsvoller geworden, besonders was die Betreuung und die Bühnentechnik angeht«, weiß Programmleiter Michael Stückl.

 

  • 21.09.2011
  • Jazz
  • Dietmar Graf
  • Ausgabe: 3/2003
  • Seite 38-39

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