jazz-schule basel - »giant step« zur »producing performance«

  • 21.09.2011
  • Jazz
  • Tobias Schumacher
  • Ausgabe: 4/2003
  • Seite 28-29

Man muss nicht studieren, um Jazzer zu werden – auch wenn’s dem einen oder anderen sicherlich nicht schadet. Die »Jazz Schule Basel« (JSB) treibt diese Binsenweisheit ab dem Wintersemester 2003 noch weiter ins Extrem: Man muss nicht Instrumentalist sein, um im Jazz ein Großer zu werden, lautet das Motto. »Producing Performance« heißt das Zauberwort. Dahinter verbirgt sich erstens ein gänzlich neuer Studiengang der JSB. Und zweitens der Name einer Jazz-Ikone: Jasper van’t Hof.

Schulleiter Bernhard Ley bemüht Metaphern, um zu erklären, was sich als »JSB« – oder »Swinging Academy«, wie er es auch nennt – in der Schweizer Szene etabliert hat. Angelehnt an Günther Grass spricht er davon, dass sich »zu Basel ein weites jazzpädagogisches Feld« erstrecke; vom Versuch, »einen Elfenbeinturm zu schaffen – verstanden als positiver Begriff –, der den Musikern Freiräume gibt, die sie ausfüllen«; dass in der Stadt am Rhein »ein zeitgemäßer musikpädagogischer Bienenstock summt und brummt«. Jazz als nobelpreisverdächtige Hochkultur? Die Schule als ein Land, in dem mehr Honig als Milch fließt? Mitnichten!

 

« zurück