Ivan Podyomov - Kultur, Ästhetik und Schönheit auf der Oboe

  • 21.06.2012
  • Szene
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 7-8/2012
  • Seite 40-41

Der Oboist Ivan Podyomov hat mit seinen 26 Jahren schon mehr Preise gewonnen als manch anderer in seinem Leben gewinnen wird. Dabei nimmt er in erster Linie nicht teil, um zu gewinnen, sondern um zu ­lernen. Deshalb war er selbstverständlich auch nicht enttäuscht, als er 2011 in München nach 2007 wieder »nur« einen 2. Preis erhielt. Und Die Erfolge bringen KOnzerte. Am 12. und 13. August spielt Podyomov beim Oberstdorfer Musiksommer. 

CLARINO: Sie haben letztes Jahr beim ARD-Wettbewerb in München den 2. Preis gewonnen. Was bedeutet das für Sie?

Ivan Podyomov: Der ARD-Wettbewerb ist etwas sehr Besonderes für mich. Ich habe dort schon 2007 einen 2. Preis gewonnen, ein Jahr nachdem ich mein Studium bei Maurice Bourgue begonnen habe – und das hat mein Leben verändert. Ich habe in München zum ersten Mal mit einem Orchester gespielt und dann gleich mit dem Münchner Kammerorchester ohne Dirigent und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks! Das hätte ich nicht zu träumen gewagt... Danach habe ich begonnen, regelmäßig Solo- und Kammermusik zu spielen. Und im letzten Jahr hatte ich erneut diesen Erfolg, das ist wirklich toll.

Wie haben Sie sich auf den Wettbewerb vorbereitet – musikalisch und geistig?

Vor einem Wettbewerb nehme ich mir gern eine Auszeit von allen anderen Dingen. So ein Wettbewerbsprogramm ist hart und schwierig und jedesmal anders. Deswegen arbeite ich sehr intensiv, aber ruhig. Natürlich versuche ich auch ordentlich zu leben: etwas früher aufzustehen und früher ins Bett zu gehen, regelmäßig zu essen, weniger Zeit am Computer zu verbringen, spazieren zu gehen... Das hilft!

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