irrtümer rund ums horn - 15 klarstellungen über das instrument und das üben

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Ulrich Köbl
  • Ausgabe: 3/2005
  • Seite 18-19

»Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum« – so hat es einst Friedrich Nietzsche treffend gesagt. Und doch begleiten Irrtümer auch die Musik. Was das Horn betrifft, weiß das Ulrich Köbl, Dozent am Richard-Strauss-Konservatorium in München und Hornlehrer an der Sing- und Musikschule Kempten, ganz genau. Der Gründer des »Fördervereins Blechbläsernachwuchs« hat sich darüber einmal Gedanken gemacht und räumt mit einigen Denkfehlern auf:

Es ist nicht richtig, • dass das Waldhorn im Wald, also auf der Jagd, gespielt wird. Als »Waldhorn« wird das gebräuchliche Ventilhorn bezeichnet. Für die Jagd werden die großen Parforce-Hörner in Es und die kleinen Fürst-Pless-Hörner (in B, in der Länge identisch mit einer B-Trompete) verwendet. • dass das Horn besonders schwer zu erlernen und zu blasen ist. Jedes Instrument hat seine Schwierigkeiten und Tücken. Beim Horn muss man besonders gut »ins Schwarze treffen« können, muss die Töne gut voraushören und die Intervalle gut abschätzen können, um möglichst wenig Töne zu »verfehlen« (so genannte Kieckser).

 

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