Individualität ohne Einsamkeit - Das Signum Saxophonquartett erschließt neue Welten

  • 24.11.2011
  • Porträt
  • Antje Rößler
  • Ausgabe: 12/2011
  • Seite 38-39

Anfang Oktober erhielt das Signum Saxophonquartett den Preis des Usedomer Musikfestivals. Die jungen Musiker, die aus Deutschland und Slowenien stammen, haben klassisches Saxofon in Köln studiert. Nun beschreiten sie mit ihrem Ensemble neue Wege jenseits herkömmlicher Genre-Grenzen. Antje Rößler traf die vier Musiker in der Morgensonne auf ihrer Hotelterrasse unweit des Ostseestrandes. Erst spät in der Nacht waren die Musiker auf der Insel angekommen. Baritonsaxofonist David Brand ist schon munter und auskunftsfreudig. Alan Lužar (Tenor) rauft sich müde den Wuschelkopf; auch Simon Schuller (Alt) sieht noch ein wenig verschlafen aus. Der umsichtige Sopran saxofonist Blaž Kemperle holt erstmal Kaffee.

Herzlichen Glückwunsch zum Preis des Usedomer Musikfestivals 2011. Was macht ihr mit den 10 000 Euro Preisgeld?

David: Wir sind viel unterwegs. In ein paar Wochen fliegen wir nach Amerika zu einem Wettbewerb. Ein Konzert in Griechenland steht auch im Kalender. Wir werden das Geld in solche Dinge investieren.

Ihr nennt Euch Signum. Was ist denn euer Markenzeichen?

Blaž: Dass wir uns im Repertoire nicht festlegen. Wir streben nach einer Synthese aus Alt und Neu, Originalkompositionen und Arrange ments. Wir haben den Ehrgeiz, das Saxofon in alle Musikszenen zu bringen, denn dieses Instrument hat so wunderbare Möglichkeiten und Ausdrucksfarben.

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