in tradition verwurzelt - zu besuch bei der firma dotzauer

Ob der Jäger, der einst in der Kurpfalz durch den grünen Wald ritt, ein Parforcehorn der Firma Dotzauer aus Karlstadt bei sich trug, ist nicht überliefert. Dass er das heute tun würde, ist zumindest relativ wahrscheinlich.

130 Jahre ist es bereits her, dass Hilarius Dotzauer am 3. April 1875 zum Bezirksamt nach Rothau/ Böhmen ging, um seinen neu gegründeten Betrieb zur Herstellung von Bechblasinstrumenten eintragen zu lassen. Seit über 50 Jahren hat die Firma ihren Sitz in Karlstadt. Jürgen Dotzauer leitet sie in der fünften Generation. Die Produktpalette umfasst Trompeten, Flügelhörner, Waldhörner, Posaunen, Tenorhörner und Tuben – spezialisiert haben sich die Instrumentenbauer aber vor allem auf die Jagdinstrumente Parforcehorn und Fürst-Pless-Horn. Natürlich seien diese Instrumente Nischenprodukte, räumt Jürgen Dotzauer ein, doch diese Nische wird ausgefüllt. Aus dem gesamten deutschsprachigen Kulturraum kommt die Kundschaft, dazu von Schweden über die Beneluxländer bis nach Frankreich und Ungarn.

 

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 3/2005
  • Seite 53

« zurück