Holzbläserkolumne Ton an Ton - Probleme mit den Zähnen

Matthias Anton widmet sich den Fragen und Anliegen der Holzbläserfraktion. Dabei steht der Trossinger Honorarprofessor vor allem den Saxofonisten mit Rat und Tat zur Seite, schenkt aber auch Klarinettisten ein offenes Ohr.

Folgende Frage einer Leserin wurde mir in ähnlicher Form schon öfters gestellt:

Sehr geehrter Prof. Anton, ich habe seit einiger Zeit ein Problem mit meinen Zähnen. Immer wenn ich längere Zeit spiele, tun mir danach die Schneidezähne weh. Ich habe auch schon mit einigen Kollegen aus dem Saxofonregister gesprochen und habe, wie so oft, die unterschiedlichsten Meinungen darüber erhalten. Von »das macht doch nichts« bis hin zu »da musst du aber aufpassen, im schlimmsten Fall fangen sie irgend­wann an zu wackeln oder sterben sogar ab«. Nun meine Frage an Sie: Kennen Sie das Problem bzw. können Sie mir in dieser Form weiterhelfen? Sollte ich es einmal mit einem Bissplättchen versuchen?

Nun, das Problem ist mir durchaus bekannt. Wenn Beschwerden mit den Schneidezähnen auftreten, sollte man das auf ­jeden Fall ernst nehmen. Die Verwendung von Bissplättchen ist natürlich eine Möglichkeit. Allerdings gibt es immer wieder Spielerinnen und Spieler, die meinen, dass sie mit einem solchen Blättchen den Kontakt zum Mundstück und somit das Spielgefühl verlieren würden. Der direkte Kontakt der Zähne auf dem Mundstück sei elementar wichtig für das gesamte Saxofonspiel. Außerdem würde es auch den Sound total verändern. Ich teile diese Meinung nicht.

  • 28.09.2015
  • Praxis
  • Matthias Anton
  • Ausgabe: 10/2015
  • Seite 20

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