Haydn für Blasorchester - »Allegretto« aus der »Militär-Sinfonie« von J. Haydn, arr. A. Loritz

  • 21.09.2011
  • spielBAR
  • Katja Brunk
  • Ausgabe: 4/2011
  • Seite 74-75

Haydns 100. Sinfonie gehört zu den sechs »Londoner Sinfonien«, die auf seiner zweiten Englandreise entstanden sind. Sie sind die letzten Sinfonien innerhalb seines Schaffens – die 100. entstand 1794. Der Beiname »Militär-Sinfonie« findet sich zwar nicht im Autograph, aber Haydn verwendete ihn selbst bei einem späteren Konzert. Der Titel bezieht sich vor allem auf den zweiten und vierten Satz, in denen durch Einsatz von Pauken, Großer Trommel, Becken und Triangel – auch »Janitscharen-Besetzung« genannt – die Assoziation einer Militärkapelle entsteht.Der Arrangeur Albert Loritz ist für seine Bearbeitungen klassischer Werke bekannt und hat den zweiten Satz der Militär-Sinfonie für sinfonisches Blasorchester arrangiert. Dabei legt er besonderen Wert darauf, die musikalische Zweiteiligkeit des Werks zu erhalten: Einerseits arbeitet er den kammermusikalischen Charakter des Stücks heraus, andererseits setzen sich dagegen die wenigen kriegerischen, lauten Partien ab. Er setzt das originale Solisten-Sextett aus je zwei Oboen, Klarinetten und Fagotten ein, ebenso behält er Hörner und Trompeten – mit zusätzlichen Aufgaben – sowie das Schlagzeug originalgetreu bei. Loritz hat seine Bearbeitung so eingerichtet, dass einige der Soloinstrumente bei nicht optimaler Blasorchesterbesetzung ersetzt werden können.

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