hans-jürgen buchners »haindling« - der »chef« macht am liebsten alles alleine

Was für eine Musik ist das eigentlich? Wie kann man sie einordnen, kategorisieren? Und – muss man das überhaupt? Hans-Jürgen Buchner sagt: »Nein!« Das, was er den unverkennbaren »Haindling«-Sound nennt, bedient sich zahlreicher musikalischer Einflüsse. Ob Jazz, Pop, Volksmusik, Blasmusik, exotische Klänge – für Buchner gibt es keine musikalischen Grenzen. »Haindling« – das ist Weltmusikalisches auf gut Niederbayerisch. Um es mit Buchner zu sagen: »Musik, für die ich mich nicht schämen muss.« Und da es fast nichts gibt, was im heimischen Tonstudio nicht geht, ist jetzt auch Antonio Vivaldi ins niederbayerische Dorf Haindling eingezogen.

Gleich zu Beginn des Gespräches im Hause Buchner – die ehemalige Wirtsstube wirkt auch als Wohn-/Arbeitszimmer herrlich einladend – beseitigt Hans-Jürgen Buchner die letzte Klarheit: »Haindling« sei keine Band. Zumindest nicht in erster Linie. Klar, mögen Kenner nun sagen, ist ja auch ein kleiner Wallfahrtsort in Niederbayern. Doch das hat dessen berühmtester Einwohner gar nicht gemeint: »›Haindling‹ ist kein Projekt, das ursprünglich von einer Band gekommen ist – wie man das zum Beispiel von den Rolling Stones kennt –, sondern ›Haindling‹ ist meine ganz persönliche Klangfarbe.« Die Band, die bei zahlreichen Konzerten und Tourneen auf der Bühne zaubert, begeistert und eine Wahnsinnsstimmung macht, ist nur ein notwendiges musikalisches Produkt, um den unverkennbaren »Haindling«-Sound live vorzeigen zu können.

 

  • 21.09.2011
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 6/2003
  • Seite 38-41

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