Gute Besserung! - Trainieren Sie Armmuskeln und Fingerbeweglichkeit

In der Ausgabe clarino.print 3/2011 habe ich einen Vergleich der gängigen Ventilarten Pumpventil und Drehventilmaschine auf physiognomische Weise gewagt, da ich immer wieder darauf angesprochen werde, was denn nun die beste Ventilart sei. Wie Sie aus dem letzten Bericht schon ersehen konnten, gibt es dazu keine abschließende Aussage, weil es viele Gründe für jede Art der Ventiltechnik gibt. In diesem Artikel möchte ich nun die Folgen der Haltungen im Bereich Nacken/Schulter, Arme und Finger näher betrachten und Tipps zum leichteren Spielen der jeweiligen Ventilarten geben.Jeder Musiker, der Trompete oder Flügelhorn spielt, wird in seinem Musikerleben die nachfolgenden Symptomatiken kennen oder schon selbst erlebt haben. Beginnen möchte ich mit den physiologischen Vorgängen im Bereich Hände, Arme, Schulter und Nacken.Die linke Hand trägt das Instrument auf einem vertikal gelagerten Schwerpunkt. Die Hand umschließt die Ventilstutzen, wobei der Daumen als Gegenstück zu den anderen Fingern fest gegen die Stutzen drückt. Dadurch entsteht in der linken Hand eine dauerhafte Anspannung, die besonders für kleinere Hände oft sehr anstrengend sein kann. Mit dem Ringfinger wird der Triggerzug betätigt und der Finger muss sich deshalb gegen die Anspannung der restlichen Hand relativ frei bewegen. Dazu ist es nötig, dass die Hand diesen Bewegungsablauf trainiert, denn sonst sind Triggerzugbewegungen kaum möglich. Durch eine lang anhaltende Anspannung der tragenden linken Hand kann es folglich zu Anspannungen und Verspannungen im Unter-/Oberarm- und Schulterbereich kommen.

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Steffen Josch von Sá
  • Ausgabe: 4/2011
  • Seite 22-33

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