Gute Besserung! - Tipps für eine bessere Koordination und Fingerfertigkeit

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Steffen von Sárközy
  • Ausgabe: 11/2010
  • Seite 16-17

Koordination und Fingerfertigkeit. Wir alle kennen diese zwei Komponenten, die uns beim Musikmachen immer wieder begegnen. Schon sehr früh lernt unser Körper, solche Anforderungen umzusetzen. Mehr oder weniger. Je älter wir werden, desto schwieriger scheinen diese zwei Dinge miteinander zu funktionieren.Aus Sicht der Musikphysiologie gibt es verschiedene Ursachen, warum Koordination und Fingerfertigkeit nachlassen können. Ein Aspekt ist die Tatsache, dass wir im Alltag kaum Koordination üben müssen, außer wir gehören der Berufsgruppe der Akrobaten oder anderer ähnlicher Körperberufe an. Im Normalfall gehen wir mit der Koordination unseres Körpers doch recht unbeobachtet um. Alles, was wir tun, tun wir schon automatisiert und unser Gehirn muss nichts Neues dazu lernen. Außer man macht Musik.Bei Musikern ist es ein tägliches Lernen von Koordination und Fingerfertigkeit. Sobald wir unser Instrument in die Hand nehmen, muss sich unser Gehirn damit beschäftigen, was wir als nächstes tun wollen. Hier fängt Training schon an. Viele von uns kennen diese Phänomene, dass am Samstag bei einem Konzert alles wunderbar läuft und zwei Tage später in der Musikprobe fast gar nichts mehr geht. Oft ist es einzig die Konzentration, die uns hier einen Strich durch die Rechnung macht. Doch wenn sich Probleme solcher Art häufen, obwohl wir konzentriert arbeiten (ja richtig, Musik ist tatsächlich Arbeit), dann können physiologische Störungen durchaus der Grund dafür sein.

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