Gute Besserung! - Neue Serie: Was tun, wenn der Körper streikt?

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Steffen von Sárközy
  • Ausgabe: 9/2010
  • Seite 10-11

Musikphysiologie. Ein Wort, das uns in der Zukunft des Musizierens immer mehr begegnet. Sehr häufig ist in letzter Zeit etwas davon berichtet worden oder man hat ansatzweise davon gehört. Ich werde versuchen, Licht in das ominöse Dunkel zu bringen. Was ist Musikphysiologie? Was kann Musikphysiologie? Und vor allen Dingen, wem hilft sie? Viele Fragen, doch es besteht Hoffnung, Antworten zu finden. Den Anfang werde ich heute wagen und hoffen, dass die geneigte Leserschaft das Licht, das ich werfe, sehen kann.

Musikphysiologie ist kurz und bündig nichts anderes als eine Hilfe für Musiker, die im physiologischen (körperlichen) Bereich Probleme oder gar Schmerzen haben. Dies ist eine sehr einfache und deshalb schon fast unlogische Erklärung, denn physische Probleme eines Musikers haben oft weitreichende Folgen. Wir alle, die Musik spielen, können ein Lied davon singen, wenn der Körper streikt und deshalb ganze Auftritte und Konzerte auf dem Spiel stehen. Musikphysiologie kann helfen, solche Probleme zu beheben oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Um dieses »Wunderwerk« wird sich also das Geschriebene drehen.

Beginnen möchte ich mit dem Grundsatzthema »Haltung beim Musizieren«, einem Thema, das bei uns Musikern im Innern meist ein ungutes Gefühl erweckt. Meine langjährige Erfahrung im Bereich der Musikphysiologie zeigt mir, dass der Prozentsatz der Musiker, die die Haltung sehr genau beachten, eher gering ist. Die richtige Haltung hat viele Aspekte. Es gibt die Haltung des Oberkörpers, die Haltung des Instruments und die daraus resultierende Haltung des Musikers während des Spiels. Weiterhin ist die Haltung in verschiedenen Positionen, sprich sitzend und stehend, zu erläutern.

 

Steffen von Sárközy

Jahrgang 1967, spielt seit 35 Jahren Flügelhorn. Sein erster Lehrer war der Wiener R. Exl, außerdem besuchte er weitere Seminare und Kurse bei verschiedenen Lehrern in der Hochschule für Musik Würzburg. Seit 23 Jahren ist er Bewegungstherapeut und seit 15 Jahren Musikphysiologe. In Bad Soden-Salmünster betreibt er »kontrabrass!«, ein eigenes Zentrum für Musikphysiologie.

Infos: www.kontrabrass.de

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