Gute Besserung! - »Leichtes Spiel« im Hornbläsersatz

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Steffen Josch von Sá
  • Ausgabe: 6/2011
  • Seite 14-17

In der letzten Ausgabe habe ich begonnen, mit Ihnen, liebe Leserschaft, Register für Register das »leichte Spiel« direkt anzugehen. Nachdem der Holzsatz jetzt eigentlich schon »wundervoll« erklingen müsste, werde ich mich in diesem Beitrag den Hornbläsern –sprich den Tenorhörnern, Eufonien, F- und Waldhörnern – widmen. Ein Register, das es immer wieder schafft, den Zuhörer durch ­seinen intensiven und spektakulären Klang zum Staunen zu bringen.Wenn die Hörner doch schon so einen intensiven Klang haben, weshalb brauchen die Musiker dieses Registers dann noch gute Ratschläge? Ganz einfach. Diese Register-Kollegen schaffen es doch immer wieder, aus den merkwürdigsten Haltungen und Stellungen heraus tatsächlich Klang zu erzeugen; und dazu sehr oft in erstaunlichem Ausmaß. Leider ist das Ausmaß nicht immer sehr wohlklingend, sondern eher, sagen wir es einmal so, von gedrückt bis scheppernd in den hohen Lagen. Da entwickeln sich Obertöne in den F- und Waldhörnern, wo in der Literatur gar keine stehen. Oder es erklingen dumpfe und schrille Töne aus Tenorhörnern und Eufonien, wo in der Literatur eigentlich »scherzhafte und leichtfüßige« Töne erwartet werden. Nun ja, dies sind nun wirklich sämtliche Negativ-Beispiele und sie sind sicher in jedem Orchester eine bescheidene Minderheit. Und trotzdem gibt es sie.

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