Gut aufgestellt - Die Militärmusik in Deutschland

  • 17.06.2014
  • Szene
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 7-8/2014
  • Seite 50-52

Die Bundeswehr ist weiterhin der größte Arbeitgeber im Bereich der sinfonischen Blasmusik in Deutschland. Daran hat auch die Auflösung von vier Musikkorps nichts geändert. »Wir sind gut aufgestellt«, meint auch der Leiter der Militärmusik, Oberst Dr. Michael Schramm. CLARINO wollte es genauer wissen und traf Schramm in Garmisch-Partenkirchen, wo am folgenden Tag die Übergabe des Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr an Oberstleutnant Karl Kriner stattfinden sollte.

Der oberste Kapellmeister der Bundeswehr ist zufrieden, wie die Strukturreform für die Militärmusik gelaufen ist. Nicht überall in der Bundeswehr ist man da zufrieden, wie Clarino aus dem Bericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages jüngst entnehmen konnte. Wenn man hier nicht auftaucht, und das tut die Militär­musik nicht, kann man beruhigt sein. Oberst Schramm ist nicht nur beruhigt, er ist nach einer turbulenten Zeit nun wieder entspannt. Und deshalb passt das Am­biente am Garmischer Mohrenplatz auch perfekt zu den überwiegend guten Nachrichten. Der Leiter des Zentrums Militärmusik ist jedoch niemand, der seine eigene Leistung in den Vordergrund schiebt und deshalb klingt in seinen Worten immer wieder durch, dass die Bundeswehr hier richtig gute Arbeit geleistet hat. 

Ein kurzer Blick zurück: Es war im Frühjahr des Jahres 2010, als der damalige Bun­desverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mitteilte, dass die Bundeswehr umfänglich umstrukturiert werden müsse und werde. Zum einen war das dem angespannten Haushalt geschuldet, aber zum anderen auch vor dem Hintergrund einer völlig neuen Aufgabe der Bundeswehr insgesamt. Mehrere Aspekte spielten da mit hinein: die Wiedervereinigung, das neue sicher­heits­politische Umfeld, das Aussetzen der Wehrpflicht. 

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