Guido Rennert: "Wenn ich mich nicht mehr weiterentwickle, höre ich mit dem Komponieren auf!"

  • 27.10.2014
  • Szene
  • Johannes M. Langendorf
  • Ausgabe: 11/2014
  • Seite 48-49

Guido Rennert gehört zu den ganz großen Künstlerpersönlichkeiten. In seinem Schaffen als Komponist und Arrangeur hat er sich vor ­allem dem Klang des Sinfonischen Blasorchesters verschrieben. Als Klarinettist des Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg ist er Tag für Tag Teil des ihn so faszinierenden Klangbilds. Wenn man mit Rennert über Musik spricht, spürt man sofort eine unbändige Begeisterung, die im Gespräch, vor allem aber beim Erleben seiner Werke ansteckend und mitreißend ist.

Guido Rennert entstammt einer musikalischen Familie aus dem sächsischen Torgau. Hier begann er im Alter von zehn Jahren seine künstlerische Ausbildung. Voran­gegangen war ein Klassenausflug zum Gewandhausorchester in Leipzig, das damals unter der Leitung des renommierten Kurt Masur stand. »Die weitaus meisten meiner Mitschüler waren froh, als die langweilige Musik endlich vorbei war. Für mich hin­gegen war es ein einschneidendes Erlebnis. Das harmonische Gefüge eines Orchesters, diese vielen unterschiedlichen Klänge, mal kammermusikalisch zart, mal mächtig und brachial im Fortissimo – das hat einfach bleibende Spuren hinterlassen.« Ursprünglich wollte Rennert Trompete lernen, doch im örtlichen Orchester gab es bereits einen Überschuss an Blechbläsern und so landete er eher zufällig bei der Klarinette. »Ich bin heute mit meinem Instrument sehr glücklich, aber in meinen Kompositionen spielt weiterhin das Blech und insbesondere die Trompete eine bedeutende Rolle.« 

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