Grillen (noch) ohne Würstchen - clarino.barbecue mit Blechschaden

Zugegeben: Anfang Oktober ist keine wirkliche Grillzeit mehr. Aber auch ohne brutzelnde Steaks über glühenden Holzkohlen standen Blechschaden-Dirigent und Frontmann Bob Ross und der schlagwerkende Vorstand Arnold Riedhammer der Redaktion von clarino.print Rede und Antwort. Der Tag hätte dabei nicht besser gewählt sein können.

Auf den ersten Blick möchte man nicht glauben, dass die beiden Männer zusammen unterwegs sind, die an diesem Tag der Deutschen Einheit den idyllischen Biergarten westlich von München betreten. Es ist ein wunderbarer, sonnendurchfluteter Nachmittag, an dem ein großer Mann mit schwungvoll gescheitelter Mähne, mit eleganter Kleidung und einer mondänen Sonnenbrille angetan, die Szene betritt. Ein Mann von Welt eben, das sieht man auf den ersten Blick. Auf der anderen Seite – Bob möge es mir verzeihen – ein kleiner Mann mit grau meliertem kurzem Haar, Nickelbrille und einer Strickjacke. Ein Schotte eben.

Was diese beiden Männer, den von Welt und den aus dem schottischen Kohlepott, zusammenbringt, ist die Musik. Genauer gesagt die Gruppe Blechschaden, die seit nunmehr 26 Jahren die Musikszene aufmischt. Und auch Blechschaden bringt zusammen, was auf den ersten Blick nicht recht zusammengehören will: »Take five« und das Thema aus »Mission Impossible« zum Beispiel. In einem Stück wohlgemerkt. Oder Landlermusik und Pachelbels berühmten Kanon. Ebenfalls in einem Stück. Oder einen Zwiefachen und »We will rock you«, das dann allerdings nacheinander. Derlei Zusammenführungen passieren beispielsweise auf der neuen CD »Up Frack Prämie«.

 

  • 21.09.2011
  • Bläsermusik heute
  • Martin Hommer
  • Ausgabe: 12/2010
  • Seite 38-40

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