greg osby - von abgeschiedenheit und angeblichem mainstream

Siehst du das? Diesen jungen Baum hat das Wild erledigt, indem es die Rinde abgefressen hat. Als ich nach Hause kam, lag er teilweise vor der Haustür. Also hab ich die Motorsäge geholt und den Rest von ihm abgesägt . . .« Greg Osby blickt über sein Reich, ein ordentliches Stück hügeliges Waldland nur einen Steinwurf entfernt vom Valley Forge National Historic Park westlich von Philadelphia. Auf dem steht ein zweistöckiges Haus mit rotem Dach, das er gerade renoviert: alles Holz und Glas und gerade Flächen, die sich um einen steinernen Kamin gruppieren.

»Hier lebe ich nun seit zweieinhalb Jahren«, sagt er stolz, nachdem er zehn Jahre in der »Sackgasse der Vororte« im Süden New Jerseys verbrachte. Es ist einsam hier und jeder Auftritt setzt eine Reise voraus, aber Osby gefällts. »Ich bin hier zehnmal produktiver. Hier stört mich nie etwas in dieser stillsten Stille, dieser dunkelsten Dunkelheit. Das Wild nutzt den Fluss neben meinem Haus als Wasserstelle. Das inspiriert alles ungemein, und trotzdem bin ich in zwei Stunden in Manhattan, falls mir mal nach Abwechslung ist.«

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Ashley Kahn
  • Ausgabe: 10/2004
  • Seite 32-34

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