Geschichte der USA: »American Fantasie« von Randy Navarre

  • 29.06.2016
  • spielBAR
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 7-8/2016
  • Seite 64-66

Im Gegensatz zu den vielen sehr leichten Kompositionen Randy Navarres liegt die knapp neun Minuten dauernde »American Fantasie« im Schwierigkeitsgrad zwischen 3,5 und 4, sollte also von jeder Oberstufenkapelle spielbar sein. Entstanden ist das Stück im Auftrag der Community Band der Stadt Deerfield und ihrem Dirigenten Arthur Hildebrand. Die 18 000 Einwohner zählende Stadt liegt nördlich von Chicago, im nordöstlichsten Teil des Bundesstaates Illinois.

»American Fantasie« beschreibt nach Angabe von Randy Navarre die Geschichte der USA, die Entwicklung einer großartigen Nation und Gesellschaft (»great nation and society«). Zweifellos bezieht er sich damit auf die ursprünglichen Ideen, die bei der Staatsgründung im Vordergrund standen.

Allein schon aufgrund seiner Äußerung über Präsidentschaftskandidat Donald Trump kann Navarre, dem sein deutscher Geschäftspartner Alexander Knam eine politische Bildung attestiert, die weit über der des Durchschnittsamerikaners liegt, nicht das »great America« gemeint haben, von dem der Mann mit der seltsamen Frisur in seinen Wahlkampfreden oft spricht.

Gehen wir also zurück zur Geschichte und den Wurzeln der amerikanischen Nation. In diesem Land sind alle von irgendwoher zugewandert; die Indianer zuerst. Musik aus diesen verschiedenen Kulturen prägt denn auch das Stück, für das der Komponist – in Anlehnung an die Freiheitsideale der amerikanischen Verfassung – bewusst eine freie musikalische Form (»Fantasie«) gewählt hat.

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