Gemeinsame Sache: Zusammenarbeit mit der Bundeswehr

Christoph Scheibling. Foto: Militärmusikdienst der Bundeswehr

Die Militärmusik der Bundeswehr nimmt in Deutschland schon immer rege am gesellschaftlichen Leben teil. Die Militärmusik macht nämlich nicht nur Musik um der Bundeswehr selbst willen, sondern sie sucht aktiv den Kontakt zur Bevölkerung. Oft geschieht das zusätzlich durch Kooperationen, die die verschiedenen Musikkorps mit den unterschiedlichsten Institutionen und Vereinigungen eingehen.

Die Redaktion hat sich einmal umgehört: bei Matthias Prock (Heeresmusikkorps Ulm), bei Christoph Scheibling (Musikkorps der Bundeswehr) und Michael Euler (Ausbildungsmusikkorps).

Kooperationen zwischen Musikern in Uniform und Musikern in Tracht

Im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) nimmt die Kooperation zwischen den Musikern in Uniform und den Musikern in Tracht eine ganz besondere Form an. »Wir werden in diesem Jahr zum zweiten Mal eine Orchesterwerkstatt anbieten können«, freut sich die Fortbildungsreferentin des ASM, Sandra Settele.

In dieser Orchesterwerkstatt wirken neben dem Dirigenten des Heeresmusikkorps Ulm, Oberstleutnant Matthias Prock, auch die Musiker des Musikkorps mit. Dazu kommt – wie bei der ersten Auflage – mit Thomas Asanger ein weithin bekannter und gern gespielter Komponist. Der Musikverlag Rundel wird wieder das Notenmaterial zur Verfügung stellen. So ist das Rundum-Paket für die Musiker komplett.

»Das Konzept ist eigentlich ganz einfach«, erklärt Sandra Settele. »Die Musiker aus den Musikvereinen, die sich angemeldet haben, bilden zusammen mit den Militärmusikern das Lehrgangsorchester. Das Programm wird in Register- und Tuttiproben erarbeitet. Die Dozenten der Registerproben kommen aus den Reihen des Musikkorps, die Tuttiproben leitet Matthias Prock.

Gespielt werden schwerpunktmäßig die Stücke des Komponisten, der vor Ort ist. Dieser Komponist kann auch als Gastdirigent das Lehrgangsorchster dirigieren.« Bei der Premiere war Thiemo Kraas als Komponist und Gastdirigent am Werk.

»Wir hatten damals gerade eine CD mit Werken von Thiemo Kraas aufgenommen, bei der er selbst auch als Aufnahmeleiter mit dabei war«, erinnert sich Matthias Prock. »So ist die Idee entstanden, ihn einfach auch mitzunehmen.« Und weil diese CD im Auftrag des Musikverlags Rundel entstanden ist, bei dem Thiemo Kraas seine Werke veröffentlicht, war der Verlag auch mit von der Partie.

  • 18.06.2019
  • Schwerpunktthema
  • Klaus Härtel, Cornelia Härtl und Martin Hommer
  • Ausgabe: 4/2019
  • Seite 34-36

« zurück