geheime verschlusssache - saxofonpolster im blickpunkt

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Martin Hommer
  • Ausgabe: 10/2005
  • Seite 50-51

»Aus den Augen, aus dem Sinn . . .«, das sagt schon der Volksmund und hat zumeist recht. Was im Vordergrund steht, wird beachtet, was nicht so gut sichtbar ist, wird vernachlässigt. Dabei sind es oft gerade die kleinen Dinge, die große Wirkung zeigen können. Das gilt auch für die kleinen Wunderdinger, die das Spielen auf einem Saxofon erst möglich machen: die Polster. clarino.print nimmt die unverzichtbaren Begleiter eines jeden Saxofons unter die Lupe.

Das Saxofon als Klappeninstrument funktioniert im Prinzip ganz einfach: die Luft im Instrument wird durch Anblasen des Rohrblattes am Mundstück in Schwingung versetzt – eine stehende Welle entsteht. Die Tonhöhe wird dann durch Verkürzen der Luftsäule verändert: der Ton wird höher. Die Klappen sind an bestimmten Punkten angebracht, an denen sich ein Wellenbauch befindet, also die Schallwelle die Wand des Instruments berührt. Wenn eine Klappe geöffnet ist, wird die Schwingung nicht weiter reflektiert, sondern gelangt »ins Freie«. Ist die Klappe aber geschlossen, wird die Welle reflektiert und setzt sich im Instrument fort – der Ton wird tiefer.

 

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