gebhard ullmann - der mann der tiefen töne

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Uschi Mohr
  • Ausgabe: 5/2004
  • Seite 36-37

Er ist nicht direkt hyperaktiv. Aber Dauerstress ist Gebhard Ullmann nicht fremd: »Wenn du viel im Kopf hast und es den Leuten auch gut vorstellen willst, passiert das halt.« Zudem kommen die hektischen Phasen in Schüben und haben produktiven Charakter: »Dieses Jahr werde ich fünf CDs veröffentlichen. Eben wieder plötzlich alles auf einen Schlag.« Ullmann komponiert. Ullmann macht Kammermusik, macht Jazz, ist als Solist und in Bands unterwegs. Ullmann ist Tenorsaxofonist, Bassklarinettist, Bassflötist – der Mann der tiefen Töne eben. Und dabei hatte alles ganz anders angefangen.

Die Pikkoloflöte, das Altsaxofon, die B-Klarinette – der 46-Jährige hat seine hohen Instrumente alle verscherbelt. Herumliegen haben wollte er sie nicht, und auch noch auf ihnen zu üben, hätte zu viel Zeit in Anspruch genommen. Nur zu seiner Querflöte, die er aber wegen der fehlenden Verstärker nicht auf Tourneen einsetzt, spielt er noch des Öfteren. Von ihr kann er nicht ganz lassen, immerhin hat er auf ihr bis 1976 eine klassische Ausbildung genossen und auch später noch Unterricht erhalten.

 

« zurück