Gänsehaut bei Mahler - Ben van Dijk über seine außergewöhnliche Karriere

  • 21.09.2011
  • Porträt
  • Uschi Mohr
  • Ausgabe: 1/2009
  • Seite 30

»Der Bengel macht nur noch Ärger. Und alles wegen seiner dreckigen Tauben. Wenn das so weitergeht, bleibt er sitzen. Die Viecher kommen jetzt weg und Schluss. Kann nicht mal anständig singen, hört den ganzen Tag nur Beatles und Jazz. Mit 15 soll er sich jetzt mal am Riemen reißen, sonst wird nie etwas aus ihm.« So ähnlich wird der Soloposaunist des Den Haager Philharmonischen Orchesters anno 1970 geschimpft haben, als er sich entschlossen daran machte, die Käfige der 14 Vögel seines Sprösslings zu räumen. »Ich kam nach Hause und die Tauben waren einfach weg. Ich war stinksauer.« Heute kann Ben van Dijk mit einem Lächeln über das Schockerlebnis vor fast 50 Jahren sprechen. Und mit Wärme über seinen Vater Piet. Immerhin ist er inzwischen nicht nur in seine Fußstapfen getreten, sondern sogar noch erfolgreicher als der große Papa. Obwohl er sich mit dem Singen immer noch schwertut.

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