Gábor Boldoczki - Ehrgeiz und die Huldigung der Musik

»Gabor Boldoczki, sind Sie eigentlich Perfektionist?« Der Trompeter lächelt, überlegt lange. »Vielleicht?«, antwortet er fragend. »Ich versuche bei jedem Auftritt, das Beste zu geben und so gut wie möglich zu spielen. Aber auf das alleine kommt es nicht an. In der Musik geht es um viel mehr: Der Künstler muss Emotionen transportieren, die Musik muss das Publikum berühren. Ein noch so technisch perfekt, aber ohne Gefühle gespieltes Werk ist langweilig anzuhören. Der Begriff ›Perfektionist‹ ist mir zu negativ behaftet. Ich bin beruhigt, wenn ich weiß, dass ich alles gegeben habe. Ob das dann immer perfekt ist, ist die andere Frage.«

  • 21.09.2011
  • Porträt
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 11/2008
  • Seite 46

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