Fragen Sie Professor Malte Burba

  • 28.06.2012
  • Praxis
  • Malte Burba
  • Ausgabe: 7-8/2012
  • Seite 11

Aus der Fülle der Fragen, die Malte Burba immer wieder erreichen, greifen wir jeden Monat einige ­heraus, die alle interessieren könnten. Wenn Sie eine Frage haben, die auf dieser Seite beantwortet ­werden soll, dann mailen Sie an: burba[at]clarino.de

Mir wurde empfohlen mein Mundstück zu vergolden, weil das einfach besser sein soll und ich dann seltener Herpes bekomme.

Eine Versilberung sollte eigentlich reichen. Silber ist bakterizid und virizid, eine An­steckung ist also extrem unwahrscheinlich. Eventuell kann es etwas ausmachen, dass die versilberte Oberfläche etwas rauer ist als eine vergoldete, sodass kleinste Ver­letzungen entstehen können. Die glattere Oberfläche von Gold muss allerdings auch darauf in Betracht gezogen werden, dass Bläser, die mit nassen Lippen spielen, auf einem Goldmundstück etwas weniger Grip (Haftung) haben, demnach Tonumfang und Ausdauer schlechter sind. Ein galvanisch unbehandeltes Mundstück sollten Sie übrigens nie spielen, da im Stangenmessing, aus dem die Mundstücke gedreht werden, Blei enthalten ist, der vom Speichel herausgelöst wird und sich dann dauer­haft im Körper ablagert. Auch die Kupferoxidationen, denen man so unmittelbar ausgesetzt ist, sind nicht unbedingt gesundheitsförderlich.

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