Fragen Sie Professor Malte Burba

Aus der Fülle der Fragen, die Malte Burba immer wieder erreichen, greifen wir jeden Monat einige ­heraus, die alle interessieren könnten. Wenn Sie eine Frage haben, die auf dieser Seite beantwortet ­werden soll, dann mailen Sie an: burba[at]clarino.de

Kann man ein Instrument verblasen? ­Warum sind andererseits die Instru­mente der Profis besser als Durchschnittsinstrumente derselben Marke? Ich habe es selbst probiert: Die Instrumente von Tarr, Hickman, Bodenröder, Aszodi etc. sind einfach überdurchschnittlich! Kann man das erklären oder bilde ich mir den Effekt bloß ein?

Wenn man während des Spielens eines Tons das Instrument Zentimeter für Zentimeter abtastet, stellt man fest, dass es Stellen mit starker Vibration und Stellen mit schwacher Vibration gibt. Das hängt damit zusammen, ob dort ein Schwingungsknoten oder ein Schwingungsbauch ist. An den Stellen, an denen ein Schwingungsknoten ist, könnte man sogar ein Loch bohren, ohne dass es einen Einfluss hat. Dummerweise variieren aber bei jedem Ton Position und Intensität der Schwingungsbäuche und -knoten. Deshalb stört eine geöffnete Wasserklappe auch nur bei manchen Tönen.

  • 14.02.2012
  • Praxis
  • Malte Burba
  • Ausgabe: 3/2012
  • Seite 11

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